Geburtstag Ben Becker


Quelle: Youtube.com  

Name:
Ben Becker
Geburtsdatum:
19.12.1964
Land:
Deutschland
Infos:
Film, Musik
 
Ben Becker (* 19. Dezember 1964 in Bremen) ist ein deutscher Schauspieler und Sänger.

Ben Becker ist der Sohn der Schauspielerin Monika Hansen und des Schauspielers Rolf Becker. Er hat eine Schwester, Meret Becker. Der Schauspieler Otto Sander ist sein Stiefvater. Seine Großmutter war die Komikerin Claire Schlichting, sein Onkel der Komiker Jonny Buchardt.

Becker wirkte bereits als Kind in Hörspielen mit und übernahm frühzeitig kleine Filmrollen. Er betätigte sich als Bühnenarbeiter bei der Berliner Schaubühne und erhielt von 1985 bis 1987 Schauspielunterricht. Danach erhielt er sein erstes Engagement am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Anschließend ging er an das Staatstheater Stuttgart, wo er 1991/92 Ferdinand in Schillers Kabale und Liebe verkörperte, dann an das Schauspielhaus Düsseldorf, während er 1993/94 in der Rolle des Tybalt in Shakespeares Romeo und Julia am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg agierte.

Im Kino fiel Ben Becker erstmals 1991 in dem Reisefilm Das serbische Mädchen auf. Er verkörperte darin den arroganten deutschen Freund der schwangeren serbischen Titelheldin. Über den Sex-Pistols-Bassisten Sid Vicious schrieb und inszenierte Ben Becker 1995 das Theaterstück Sid & Nancy, wobei seine Schwester Meret in der tragischen Liebesgeschichte die Rolle der manischen Nancy Spungen übernahm. Die Theaterproduktion verlief extrem chaotisch, musste mehrfach unterbrochen werden und stand mehrfach auf der Kippe, bis es endlich in der damaligen Szene-Kneipe Ex&Pop aufgeführt werden konnte. Die Proben wurden vom Regisseur Uli M Schueppel mit der Kamera begleitet, der aus dem Material den 1996 erschienenen Dokumentarfilm Sid&Nancy/Ex&Pop machte.

Seinen endgültigen Durchbruch brachte im gleichen Jahr die Rolle des in den Protagonisten verliebten Peter in Joseph Vilsmaiers Film Schlafes Bruder. In der Filmbiografie Comedian Harmonists (1997) verkörperte er den Sänger Robert Biberti.

Als Ben Becker 1997 die CD Und lautlos fliegt der Kopf weg mit seiner Zero Tolerance Band veröffentlichte, gab er beim Bayerischen Rundfunk ein Radiointerview, in dem er glaubhaft behauptete, Franz Beckenbauer sei verstorben, womit Becker einen kleinen Skandal provozierte. Franz Beckenbauer selbst nahm den Vorfall mit Humor: „Totgesagte leben länger“, war sein Kommentar dazu. Becker wandte sich unterdessen wieder verstärkt der Bühne zu. Eine seiner herausragenden Theaterrollen war 1999 die Hauptrolle in der Dramatisierung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. 1999/2000 spielte Becker in dem Film Planet Alex der von jungen Menschen und ihren Geschichten rund um den Berliner Alexanderplatz handelt. Regie führte wieder Uli M Schueppel.

An den Hamburger Kammerspielen stellte Ben Becker 2001 einen Kindsmörder in Neil LaButes Bash: Stücke der letzten Tage dar, der alleine auf einem Stuhl sitzend über seine Tat erzählt. Regie führte in diesem Stück Peter Zadek, dessen strenges und forderndes Regiment Becker bis an die Grenzen seiner Kräfte brachte. Spiegel Online nannte die Inszenierung damals „grausam gut“.

2005 spielte in dem Kunst-Trashfilm Santos – Heldentaten die keiner braucht, in welchem sein Freund und Kameramann Peppi Streich ihn dabei filmte, wie er in einem Wrestler-Kostüm auf den Berliner Straßen und Kneipen skurrile Aktionen vollführe. Wieder führte Uli M Schueppel Regie.

2006 beeindruckte Becker in der Kinofassung des Monologstücks Ein ganz gewöhnlicher Jude.

Für Oktober 2008 war eine Lesereihe angesetzt, in der Ben Becker aus der Bibel las, musikalisch begleitet von der Zero Tolerance Band und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg unter der Leitung des Dirigenten Peter Christian Feigel, nachdem das Programm ein Jahr zuvor im Berliner Tempodrom seine Premiere gefeiert hatte. Neben dem Rezitieren von alt- und neutestamentlichen Texten brachte Becker Lieder von Johnny Cash, Elvis Presley und Dolly Parton zu Gehör, aber auch klassische Werke wie von Gustav Mahler. Zu dieser Darbietung Die Bibel – Eine gesprochene Symphonie gibt es ein Doppel-CD-Hörbuch.


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19.12.2024

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